Wo?  - Wann? - Und wie warm ist es?


Paris, 08. Januar - 03. Februar, 11°C, Regen und grau

Heute hat es sich mal wieder ausgezahlt, dass ich überall zu Fuß hinlaufe.
Auf dem Weg zum Père Lachaise bin ich in eine Chinesische Neujahrsfeier geraten.
Laute Trommeln und Drachentanz und lauter fröhliche Menschen.
Und zum Schluss gab es dann die längste D-Böller-Kette ever.
Bonne nouvelle année à tous!


Außerdem habe ich einen weiteren Kraken gefunden.
Ich habe dann mal bei Insta unter #krakenparis nachgeschaut; und siehe da, es gibt einige über die ganze Stadt verteilt. Sowas liebe ich!


Und natürlich eine Menge Wandkunst.
Zusatzlich gab's heute auch noch Markt-Wagen-Kunst. Ich frage mich, ob das Vorbeugemaßnahmen sind, damit die Autos nicht einfach blöd beschmiert werden.


Wer in Paris ist, sollte auf jeden Fall dem Père Lachaise einen Besuch abstatten. Gräber berühmter Menschen zu finden ist natürlich interessant, aber auch so ist der Friedhof wunderschön.
Ich habe verzweifelt das Grab von

Jim Morrison gesucht, habe aber nur an einem anderen Grab die Inschrift entdeckt, dass er lebt.

Vielleicht ist er also gar nicht mehr da.
Oscar Wildes Grab habe ich natürlich auch Besucht und einige Fotos gemacht, allerdings ist es ein bisschen verkommen. Und durch die Plexiglaswand drumrum nicht ganz so schön anzugucken.


Sehr lustig, fand ich, wie gesagt den Mann, der mir entgegen kam und nachdem er mich nach meiner Nationalität fragte, sagte:
"Ahhh.. wir haben ein paar wunderbare Deutsche hier!"


Ich mag Friedhöfe sehr.
Erst recht, wenn sie so alt sind.
Obwohl es auf dem Père Lachaise auch neue Gräber gibt.
Und es ist nicht so, dass ich die Trauer, die damit zusammenhängt nicht spüre, ganz im Gegenteil, ich beweine Leute, die ich gar nicht kenne.
Troztdem gibt es mir irgendwie immer das beruhigende Gefühl dass, egal, was für ein Leben die dort liegenden gelebt haben, egal wie sie gestorben sind, dass sie jetzt Ruhe und Frieden haben.
Und das hat überhaupt nichts beänstigendes oder unheimliches.
Finde ich.

 

 

 

 

Meine Spezialgrüße gehen heute mal an diejenigen, die schon mal Nachts mit mir auf einem Friedhof waren.
Dann ist es da nämlich am tollsten.



Paris, 08. Januar - 03. Februar, 5°C, Regen und grau

Ich habe mir eine Wohnung hier in der Gegend gesucht, weil es in der Nähe vom Montmatre ist, das Künstlervirtel um Sacré-Coeur rum.
Dass das 18. Arrondissement keinen so guten Ruf hat, habe ich erst später rausgefunden.
Im Reiseführer Paris - Abseits der Pfade von Georg Renöckl
(den ich von meiner Mama geschenkt bekam. Ja, von der Mama, die ihr alle durch ihre wunderbaren, liebevollen Kommentaren unter meinen Blogeinträgen kennt), in diesem Reiseführer heißt es, dass das Viertel vielen als 'Immigranten-Ghetto, verdreckt und gefährlich, als Drogen- und Hurenviertel, No-go-Area' gilt.
Ich fühle mich hier allerdings sehr wohl.
(Und auch G.R. unterstützt diese Meinung nicht)
Jetzt, nach dem ich schon 4 Tage hier bin, sogar schon 'zu Hause'.


Nachdem ich heute Morgen beim Yoga war, habe ich mir das Kapitel über das  'dunkle Herz von Paris' als Grundlage meiner heutigen Erkundungstour genommen. Ich bin mehr oder weniger den gleichen Weg gegangen, wie G.R., nur in die andere Richtung.
Wegen meines Nach-Yoga-Hungers habe ich in der Brasserie L'Olive angefangen.
Mit den kleinen Tischen und dem 40er-Jahre Jazz, war alles wie im Paris aus dem Bilderbuch. Am Nebentisch saß ein junges Paar, dass sich die ganze Zeit über den Tisch hinweg küsste (Wahrscheinlich sind die Tische deswegen so klein:
Man muss sich bequem küssen können, auch wenn man sich gegenüber sitzt.)
Ah, Paris! So hatte ich mir das vorgestellt. Der Kellner war - wie bis jetzt alle Franzosen, mit denen ich kommunizierte - sehr freundlich und geduldig. Er hat mir die Speisekarte erklärt und gesagt, dass der Burger, den ich dann bestellte sehr lecker, aber sehr mächtig ist.

Meine heutige Vokabel habe ich von ihm gelernt: Cette ést bon! - Wenn etwas lecker war (wahrscheinlich gehört da irgendwo ein Apostroph zwischen die Es und Cs)




Um meinen lieblings Gemüsehändler im Marché de la Chapelle nicht zu entäuschen habe ich 2 Zitronen bei ihm gekauft. Allerdings ist Citron ein nicht so schweres Wort und ich hatte heute ja auch schon eine kleine Lehrstunde mit dem Kellner.
Ich wohne in dieser kleinen Straße hinter der Markthalle. Und ja, die Treppen sind ein wenig steil. Vor allem aber hoch.

Ich mache mir also keinerlei Sorgen wegen eines Kuchenpos.
In der Wohnung nebenan wohnen Marie und Ismael. Ismael ist ungefähr 2 Jahre alt. Und er hat es zur Zeit (?) ziemlich schwer. Jeden Abend kommen die beiden gegen 18:30 nach Hause und meist weint Ismael schon im Treppenhaus. Er beruhigt sich auch erst, wenn er eine Stunde später einschläft, was mir sehr leid tut. Marie singt ihm manchmal 'Alouette' vor, was ich wirklich schön finde, ich singe dann immer leise mit, aber das beruhigt ihn auch nicht. Marie tut mir auch leid, denn leider findet Ismael das Leben am Morgen meist auch schon hart. Bis sie losgehen, so gegen 8, hat er seinen ganzen Unmut schon in die Welt hinausgeschrien.

Wahrscheinlich geht ihm das Wetter auch auf den Sack.
Sehr angenehm finde ich, dass Marie nie schimpft.
Abgesehen vom Nachbarn belauschen, Yogaklassen bei Mohammed nehmen und im Regen rumlaufen freue ich mich darauf, dass die Schule nächste Woche losgeht.
Obwohl ich heute eine Mail von denen bekommen habe, dass ich doch bitte zu Montag noch mal das Passé-Composé durchgehen sollte. Ach du grüne Neune... Wenn ich mich richtig erinnere wird das mit être und avoir gebildet, aber wann ich was nutze ist mir gänzlich entfallen..
Zum Glück habe ich ja noch 3 Tage. Da werde ich wohl mal eine halbe Stunde Zeit finden, das zu wiederholen.

 


Ich hatte gehofft, man sieht die Kuchenpickel nicht, wenn ich die Bilder in schwarz-weiß mache.. man sieht sie aber doch. Jeder einzelne ist es aber wert!

Heute ist es kalt und naß und grau und windig.
Eigentlich kein großer Spaß rumzulaufen.
Aber mit Music auf den Ohren geht ja eigentlich alles.

Und die Flirtfreudigkeit der Menschen hier, hilft auch. Wenn ich überall angegrinst werde, dann grinse ich doch zurück. Und Grinsen macht ja bekanntlich gute Laune.
Ich bin nach dem Essen also zum Kulturzentrum
fgo Barbara gegangen, dort sollte es eine Fotoausstellung geben, die mich interessierte. Allerdings lohnt es sich wohl eher Abends mal dorthin zu gehen, es gibt dort verschiedene Jamsessions, Poetry-Slams und Konzerte. Aber das vielleicht erst, wenn ich auch verstehe, was dort vorgetragen wird. 
Um mehr vom Viertel zu sehen, bin ich nicht auf direktem Wege zu meiner nächsten Station gegangen, sondern immer links und rechts abgebogen.
Erstaunlicherweise bin ich nur einmal in die falsche Richtung gelaufen. 
Vielleicht funktioniert mein Orientierungssinn in Paris besser.

Wenn man sonst keinen Grund hat, nach Paris zu kommen, ist der Schokoladenkuchen aus dem
Café Lomi, das mir G.R. in seinem Buch empfahl, definitiv eine Reise wert.

Mon Dieu!! Made in Heaven!!
(Wenn ihr auf Schokokuchen steht, dann geht in Hamburg mal ins Klippkroog. Dort gibt es zu den Heißgetränken wirklich, WIRKLICH guten Schokoladenkuchen.
Dieser hier ist noch ungefähr 7 mal besser, ihr versteht also, warum ich wahrscheinlich hierbleiben muss, oder?)
Auf dem Nachhauseweg hatte ich mir überlegt, mein Französisch nicht nur beim Einkaufen zu praktizieren und zu verbessern. Ich möchte auch meine Leseverständnis trainieren und deswegen wollte ich mir eine 2000-Wort-Zeitung kaufen. Ihr wisst welche Art Zeitung ich meine.
(Politisch definitiv nicht korrekt, aber um der Sprache näher zu kommen, ein probates Mittel)
Ich sagte der Verkäuferin also, dass ich eine Zeitung brauche, die nicht schwer zu lesen ist.
Warum? wollte sie wissen. Eine sehr berechtigte Frage.
Also sagte ich, dass mein Französisch nicht so gut wäre (ja, ja, das höre ich) und das ich deswegen bitte gerne eine Zeitung hätte, die nicht so schwer zu lesen wäre.
Sowas gibt es hier nicht!
Ich liebe die Pariser!
Die Dame hat mir dann vorgeschlagen, eine Frauenzeitschrift zu nehmen. Die sind schließlich einfacher zu lesen, weil darin nichts über Politik und so steht. (Oh Simone, deine Töchter... !!)
Und dann haben wir uns lange über die Schwierigkeiten des Sprachen lernens unterhalten. Was bedeutet, dass sie mir von ihren Familienmitgliedern erzählte, die überall in der Welt leben und dieverse Sprachen sprechen und ich zuhörte. Sie fragte zwischendurch aber immer wieder, ob ich sie verstünde und das habe ich tatsächlich.
Ich weiß nicht, warum immer behaupt wird, dass die Pariser so unhöflich wären, wenn man kein Französich spricht.
Oder ist das ein Vorurteil, das ich von früher kenne? Wirklich alle sind immer ausgesprochen freundlich, scheinen erfreut, wenn sie mir etwas beibringen können. Mein Französisch ist wirklich (noch) nicht gut, aber alle verstehen mich, auf jeden Fall bekomme ich, was ich bestelle und auch meine Fragen werden zufriedenstellend beantwortet


Heine für den Intellekt. Frauenzeitschriften für die Sprache.
Kuchen für den Bauch. Und die gute Laune. Und die Pickel.



Soort - Hossegor, 15. - 19. Oktober 2016, ca 20° Grad, Sonne

Soort-Hossegor ist ein kleiner Ort, der zur Hochsaison brummt und summt. Surfer überall.
Jetzt ist es relativ leer.
Ich habe zum Mittag Austern probiert. Zu sagen, dass ich sie nicht mag, ist nicht richtig, aber richtig lecker finde ich sie auch nicht.

 

Was ich sehr gerne mag, ist das die Franzosen (im Allgemeinen?) sehr oft picknicken. Anscheinend in einem solchem Ausmaß, dass es an einigen Stellen verboten wird.

 

Ich bin hier mit einer anderen Frau aus meinem Yogakurs und wir haben für 2 Wochen eine Ferienwohnung, fast am See. Wieder ist es unglaublich entspannt und überhaupt nichts befremdliches dabei, zusammen im Urlaub zu sein.

 

Meine Tage sind mit Lesen, Quatschen, ein bisschen Sport und leckerem Essen ausgefüllt.
Statt einer Katze begleitet mich hier ein wunderbarer Golden Retriever, der ebenfalls sehr kuschelig ist und mich jeden Tag erheitert. Am liebsten isst er Papier.



Basel, 10.-13. Oktober 2016, kalt, Sonne, Regen

Wie bereits gesagt, habe ich meine Reiseroute dahingehend geändert, dass ich alle Menschen aus dem Yogakurs besuchen möchte. Meine nächste Station war also Basel. Das gute daran, die Yogaausbildung gemeinsam gemacht zu haben, ist, dass wir unsere Höhen, Tiefen und Vergangenheiten bereits kennen. Auch wenn ich nur 4 Wochen mit allen zusammen war, war überhaupt nichts befremdliches daran, die Leute, wieder zu sehen.
Wie Familie eben. Auch wenn ich das am Anfang der Ausbildung niemals für möglich gehalten hätte.
Neben den all den Menschen, die ich treffe, besuche ich auch deren Tiere. Und in Basel durfte ich wieder ausgiebig Katzenkuscheleinheiten genießen.
Ich habe auch versucht zu arbeiten und dachte ein Insta-Arbeitsplatz-Setting hilft vielleicht. Hat es nicht.
Während eines Spaziergangs habe ich entdeckt, dass ich für einen kleinen Ausschnitt im Bild tatsächlich in der Zeit zurück reisen kann.
Die Schweiz war ein Käsefest. Was auch sonst.
Und ich habe festgestellt, dass Weißwein etwas ist, dass ich doch ganz gerne trinke und vor allem vertrage - im Gegensatz zu Rotwein.

Darüber hinaus habe ich einein tolle Stadtführung bekommen und staune über die wirklich alten Häuser, in denen immer noch Menschen leben.


Zürich, 7. - 10. Oktober 2016, kalt und regnerisch

Und dann bin ich schon wieder in Zürich, bei Kathrin und Tom. Zum zweiten mal in diesem Jahr.
Und es regnet schon wieder.
Das macht aber nichts.
Es lässt sich viel leichter auf dem Sofa sitzen, Kaffee trinken, quatschen und mit den Katzen kuscheln, wenn es draußen kalt und grau ist.

Wir waren natürlich trotzdem draußen:

Im Café Sprüngli, um wirklich sehr guten Kakao zu trinken und vor allem den leckersten!! Schokokuss ever zu essen.
Als Surprise Noisette wurde er serviert.
Sehr zu empfehlen.

Am Sonntag waren wir, auf dem Weg in den Supermarkt, im Primetower und haben dort einen Kaffee getrunken.

Seitdem ich in Bangkok so hoch oben geschlafen habe, macht mir Höhe überhaupt nichts mehr aus.
Und Kathrin hat mir tapfer, Zürich von oben erklärt.



 

 

Das schöne daran, alleine im Auto unterwegs zu sein, ist, dass ich so laut (und schräg) mitsingen kann, wie ich will.
Das ich mich so oft verfahren kann, wie ich mag.

So viele Pausen machen kann, wie es mir gefällt.

Und so schnell oder langsam herumdüsen kann, wie es mir in den Sinn kommt. 

 

Die Singerei gefällt mir aber am besten.



Konstanz, 5. - 7. Oktober 2016, herbstig, aber ohne Regen

In Konstanz habe ich Georgy besucht, den ich zwar schon lange kenne, aber ewig nicht gesehen habe.

 

Am Donnerstag sind wir in den Wald gegangen. Um Pilze zu suchen.
Ich habe davon überhaupt keine Ahnung, aber George zum Glück.

Ich habe genau 2 Pilze gefunden.
Wahrscheinlich bin ich die ganze Zeit an riesen Pilzfeldern vorbeigestapft, ohne sie zu entdecken.

 

Statt Pilzen gab es dann abends aber Bodensee-Seibling.

(Seibling hört sich für mich auch wie ein Pilz an.. Dafür, dass ich so gerne esse, habe ich ziemlich wenig Ahnung von Nahrungsmitteln)
Ich bin froh über Freunde, die sich auskennen und nicht nur wissen, welche Pilze oder Fische man essen kann, sondern diese auch wunderbar zuzubereiten wissen.

Danke noch mal, George, LECKER!
Neben den Seiblingen habe ich auch eine Fischfrikadelle gekauft. Eigentlich wollte ich natürlich beweisen, dass die außerhalb von Hamburg gar nicht schmecken können. Stimmt aber nicht.
Diese war ziemlich lecker!

Leben am Wasser ist schön.
Das Leben in der Natur ist schön.
Während wir im Wald unterwegs waren, konnte ich die ganze Zeit nicht umhin, darüber nachzudenken, wie wohltuend die Natur ist. Wie einfach es ist, innere Ruhe und Zufriedenheit zu (emp)finden. Wunderschön. Und so einfach zu erreichen.

Vielleicht habe ich deswegen keine Pilze gefunden.



Bad Kissingen, 4. Oktober 2016, kalt - es wird Herbst

Warum ausgerechnet Bad Kissingen? Ich habe ehrlich keine Ahnung. Da es das bekannteste Kurbad in Deutschland ist, kam mir der Name wohl bekannt vor, als ich auf der Landkarte etwas suchte, was so ca. auf halber Strecke zwischen Jork und Konstanz lag. Also, Bad Kissingen.
Der Altersdurchschnitt dort liegt bei ca 63 Jahren.
Alles ist sehr idyllisch.


Es gibt Anker-Grafities. Und im Kurpark Wasserfontänen. Abends gibt es dort Wasser-Licht-Spiele. Wichtige Ludwig-Statuen gibt es. Und es gibt Pabst-Samen zu kaufen.

 

Und dann...
Dann werde ich morgens um 5:45 geweckt. Mit Feuerwerk-Geräuschen.
Was mich gewundert hat. Denn erstens dachte, dass das den Kurgästen bestimmt nicht gut tut, die sollen sich dort schließlich ausruhen. Und zweitens fand ich die Uhrzeit ein wenig übertrieben.
Es dauerte eine Weile, bis mir in den Sinn kam, dass das nicht richtig sein könnte und ich besser mal nachgucke, was da los ist. Weil Feuerschein und Explosionsgeräusche direkt vor dem Fenster womöglich Gefahr bedeuten könnten.
Als ich rausguckte, stand eines der Autos auf dem Parkplatz hinterm Hotel in Flammen. Und die Explosionsgeräusche rührten von den platzenden Reifen.
Autos brennen nicht einfach so... Wer da wohl sauer auf wen war, frage ich mich.
Ich habe nur das Resultat festgehalten.
Nachdem die Feuerwehr wieder weg war.

So viel zur Idylle in Bad Kissingen.



Ko Samui, 11. - 23. August 2016, 35°, Sonne, manchmal regnets


Sehenswürdigkeiten wollen besichtigt werden.
So sind wir also zum Waterfall 2 gefahren.
Und dann stehe ich wieder vor dem Problem, bei dem ich mich im Kreis drehe:
Tourismus ist eine Haupteinnahmequelle hier. Das führt dazu, dass die Natur bis zum gehtnichtmehr ausgepresst wird. Der Wasserfall wird zum Vergnügungspark. Überall liegt Müll und es ist so voller Menschen, dass man kaum einen Fuss vor den anderen setzten kann.
Aber da ich auch dort bin, bin ich Teil des Problems.

Und gäbe es keine festen Wege, keine vorgegebenen Routen, wer weiß, wie es dann dort aussähe. Und der Vergnügungspark schafft Arbeitsplätze.

Also.. ?



Ko Tao, 2. - 11. August 2016, 35°, Sonne und Regen

Koh Tao ist 21km2 groß und es gibt 70 Tauchschulen.
Die Schiffe mit denen man zum Tauchen rausfährt sind voll. Und an manchen Tauchspots sieht man unter Wasser mehr Taucher als Fische.

Auf unserem Schiff lebte Mr. White, the cat.

Ich mag die Atmosphäre auf den Schiffen. Alle sind aus dem gleichen Grund dort. Und wenn man von einem Tauchgang wieder an Board kommt, die Ausrüstung abgelegt und gesäubert hat, gibt es Essen. Und heiße Getränke.
Tauchen macht mit glücklich. Auch wenn ich dafür um 6:00 Uhr aufstehen muss.

 

Am Freedombeach lebt ein Mogwai der fotographiert werden will.
Und wenn man zum View Point hochkletter, sieht man den Dschungel und zwei wunderschöne Buchten.


Ko Tao, 2. - 11. August 2016, 35°, Sonne und Regen

Auf dem Hinweisschild zur High Bar beziehen sich alle Smileys auf Drogen und Drogenkonsum. Ich wurde mit meiner Bestellung eines Kokosnusssafts, gefragt, ob ich was zu rauchen haben möchte.
Es gibt auch High Bar Bungalows. Keine Ahnung, ob man da Mushrooms auf dem Kopfkissen findet.

Allerdings lohnt sich der Anstieg wirklich: Wegen des Ausblicks.

 

Wenn man sich Reisekataloge oder Homepages von Anbietern anguckt, sieht man idyllische Strandbilder, die einen glauben lassen, man wäre praktisch allein an schneeweißen Stränden untewegs.
Real life is totally different.

Das kann schockieren.

 

Der Einheitsgrößenregenmantel passt mir tatsächlich.

Wie auch auf Bali, sollte es hier zur Zeit gar nicht regnen. Wie auch auf Bali, kümmert sich das Wetter wenig darum, was es sollte

 

Das Meer ist warm wie eine Badewanne und hat in den Buchten keinen Wellengang.

Man muss ziemlich weit raus, damit man schwimmen kann. Auf jeden Fall an den Stränden, an denen ich bis jetzt war.

 

 



Ubud, Bali, 29.-31. Juli 2016, 30° Grad, Sonne und Regen

In Ubud gibt es Affen.
Die wohnen in der Monkey-Forest-Road. Sehr passend.
Es gibt doch einen Bereich für den man Eintritt zahlen muss, da laufen noch viel mehr Affen rum. Ich habe davon abgesehen und mich mit denen unterhalten, die sich umsonst haben fotografierein lassen.
Allerdings wollte der eine mir nicht glauben, das Cola scheiße ist..

Ansonsten gibt es sehr viel Stau auf Ubuds Strassen. Nachmittags geht praktisch nichts mehr. Aber da Ubud nicht sehr groß ist, kann man getrosst zu Fuss gehen.

 

Es gibt den besten Peanutbutter-Milkshake der Welt in Ubud. Auf jeden Fall habe ich bis jetzt noch keinen besseren irgendwo außerhalb meiner Küche getrunken.

Es gibt leckeres Essen. Alles organic and fresh and raw
(Wie Dan im Surfcamp sagte: in Ubud kannst du dir dein Körnerbrötchen auspendeln lassen. Stimmt)

Es gibt Flower-Art und Street-Art.

 

Alte Häuser.

 

Sinnspruch-Tünneff zu kaufen.

Und natürlich Asia-Fashion (ja, ich habe zugeschlagen.. Trägt man diese Sachen in Deutschland? Die Kleider mit Sicherheit.)

 

Und dann gibt es Holz-Penis-Flaschenöffner. Und zwar zu Hauf. Ich habe die noch nirgends anders gesehen, obwohl mir versichert wurde, dass die in jedem Andenkenladen der Welt verkauft werden. Nur eben nicht mit Bali-Blume drauf.

Wer kauft sowas? Ich nicht.

 

 

Wer Yoga liebt, wird Ubud lieben. Wer dort ist, sollte es sich nicht entgehen lassen, eine Klasse im Yoga-Barn zu besuchen.

Unbedingt machen. Und pünktlich zur Klasse erscheinen.

Sonst bleibt man im Garten sitzten. Und isst das leckere Essen dort. Und kann eigentlich nicht mitreden, wenn es um Yoga-Klassen im Yoga-Barn geht.



Canggu, Batu Bolong, 26. Juli 2016, 30° Grad, windig

Ohne gewollte Reihenfolge. Von oben nach unten:

 

Auf dem Weg zur Strandmeditation vor der letzten Prüfung,
am Tag unserer Graduation

 

Poser-Yoga-Pic

Massage in der Pause

Happy Julia-Yoga-Teacher-Graduate

 

Einladung zur Shala-Party (jeder Student braucht mal ne Pause. Ich habe an dem Abend Line-Dance und den Cup-Song trommeln gelernt)

 

Blumenritual bei der Abschlussfeier
Hausarbeit
Internet-Fundstück

Jack bei der Arbeit

 

Neuer Roller

(meinen ersten Roller hatte ich nur 1 Tag. Tourie-mässig wurde ich abgezogen, was ich allerdings im nachhinein sehr lustig finde. Es hat mich zum Glück nicht so viel Geld gekostet und ich habe draus gelernt)

 

Um das Nachbargrundstück zu segnen ist die Community angereist, hat die Straße gesperrt und den ganzen Vormittag Music gespielt, gebetet und Opfergaben bereit gestellt.

 

Tantra-Workshop

Vollmond am Strand

Abschlussfeier

Blume mit Käfer

 

Poser-Downdog (verifiziert von 31 Yogalehrern inklusive der Yogalehrer-Lehrerin)

 

Home on Bali

La Lagunia 1 und 2 - Abschlussfeier-Location

Support Locals

Nalibowl und Kaffee

Streetart in Canggu



Canggu, Batu Bolong, 03. Juli 2016, 30° Grad, Sonnenschein

Da sich meine Gedanken und Gefühle zur Zeit nicht in Worte bringen lassen, halte ich einfach den Mund.

Arbeitsplatz
Arbeitsplatz

Canggu, Batu Bolong, 26. Juni 2016, 30° Grad und Regen


Hipster Öko



Street Life



Street Art



Canggu, Badung, Serenity Eco Guesthouse

19. Juni bis 31. Juli

wie immer so 30-35° und Sonne.. und manchmal Wolken.
Da am Meer, immer eine kleine Briese.


Bevor ich am Sonntag von Medewi nach Canggu gefahren bin, war ich noch beim Bunut Bolong. Dem Heiligen Baum, den man nutzen kann, um seine Ehe zerbrechen zu lassen, wenn man die Schnauze voll hat. Verheiratete sollten nämlich - so sagt man - nicht darunter darunter durchgehen. Glücklicherweise kann man auch drumrum fahren. Ich, als nicht verheiratete, bin natürlich darunter durch gelaufen. Das bringt nämlich Glück.
Und dann bin ich gleich noch mal zurück gelaufen. Zur Sicherheit.


Und dann ging es nach Canggu.
Ins Serenity Eco Guesthouse.
Das Guesthouse ist wie ein Zauberschloss. Überall gibt es etwas zu entdecken. Überall gibt es kleine Kuschelecke. Überall wird erklärt in welcher Art und Weise auf die Umwelt geachtet wird, die Pflanzen sind beschriftet mit Namen (Englisch und Indonesisch) und wofür oder wogegen sie helfen. Da dieses Haus nach und nach zusammengebaut wurde, ist alles verwinkelt und einfach zauberhaft.
Ich wohne in dem Raum der Ocean Blue heißt. Ganz oben (Penthouse) auf dem Dach. Mein Zimmer ist riesig und ist rundherum mit Fenstern versehen. Und außerdem kann ich durch eine Luke im Dach klettern und mich neben den Wassertank setzten und habe den besten Ausblick. Da ich nicht von Dschungel umgeben bin, ist hier alles hell und freundlich und luftig.
Hier gibt es keine Katzen (auf jeden Fall habe ich noch keine gesehen) dafür aber einen Hund, der sich für eine hält.
Das Essen in dem angeschlossenen Restaurant ist unglaublich gut. Natürlich alles organic. Erstens bin ich in Canggu, Hipstertown of Bali, und zweitens ist dies hier eine Yoga- und Surf-Resort.


Für Baliverhältnisse ist es mit 25€/pro Nacht, inkl. Frühstück sicherlich teuer, allerdings habe ich auch die teuerste Variante, mit Einzelzimmer und privatem Bad. Und ich bin froh, dass ich dieses Hotel gewählt habe. Schließlich bleibe ich 6 Wochen hier.
Und ich fühle mich wahnsinnig wohl.
Durch das ganze Yoga, dass hier alle ständig machen (neben denen, die wie ich ihr Teachertraining hier absolvieren) sind alle super freundlich und je länger die Menschen hier sind, desto offener strahlen sie einander an.


Canggu ist mit Sicherheit zu Recht als Hipstertown bekannt. Überall gibt es Organic Restaurants and Cafés und alle rennen mit Jutebeutel rum. Also die Touristen.
Glücklicherweise habe ich bei meiner Shoppingtour am Montag statt einer Tüte auch einen bekommen.
Falle also ein bisschen weniger auf.


Das Hotel liegt am Batu Bolong Beach und wenn ich den entlang gehe, komme ich zum Old Man's. Ein Beach-Bar-Restaurant-Club
Die zeigen zur Zeit tatsächlich alle EM-Spiele.
Freitagabend ist dort Lifemusic und am Sonntag Markt.

Außerdem kann ich hier ins Freiluftkino gehen, wenn ich möchte. Alles Fussläufig zu erreichen.


Da hier nicht ausschließlich gesurft wird, ist nicht - wie in Medewi - um 21 Uhr Licht aus und schlafen. Hier wird gefeiert.
Am Sonntagabend war ich im Deus. 
Und manche Dinge sind überall auf der Welt gleich: Die (meisten) Leute gehen aus um jemanden für die Nacht, oder den Urlaub oder für's Leben zu finden.
Das finde ich in Hamburg (meistens) schon anstrengend.
Und hier eben auch.

Auch wenn es einige von euch enttäsuchen wird: Es wird eher wenig Partyberichte geben. (Aber wer weiß, was noch kommt)


Erwähnenswert finde ich noch, dass die Rollertankstellen oft einfach nur Racks am Straßenrand sind, auf denen Flaschen mit Benzin (?) stehen.
Auch hier gibt es wunderbare Streetart.
Und Leute, die diese verschandeln.


Ich hörte schon, dass ich einingen von euch zu viel grüble. Aber auch dazu ist meine Reise gedaht. Ich habe über manches einfach noch nicht genug nachgedacht. Und hier in Serenity habe ich wunderbar viel Zeit dafür. Dadurch, dass hier alles viel größer ist und viel mehr Leute hier einquatiert sind, ist es natürlich auch viel anonymer. Ich habe 2-3 Menschen mit denen ich regelmäßig 3 mal am Tag kleine Unterhaltungen führe. Und das reicht mir zur Zeit.
Und glücklicherweise habe ich am Sonntagabend ein paar Locals getroffen, sollte mir also das Yoga-Hipster-Dasein zu sehr auf die Nerven gehen, habe ich Möglichkeiten mich hier raus zuziehen und ein bisschen 'real life' zu genießen.


Ich bin glücklich gerade. Also: No Worries!



Immer noch Brown Sugar, Medewi

Sonne, Regen, Sonne, Regen


Vulkansandstrand.

Die Steine, die permanent durch die Wellen gerollt werden, machen einen ganz grollenden, donnernden Ton.

Permanent.
Sehr beruhigend.

Die Katze hat mein Indonesich überschätzt.
Viel mehr als Essen und Trinken bestellen - alles ohne Zucker, bitte - kann ich noch nicht sagen.
Und vielleicht 1-2 schöne Dinge, wie

Sonne = Mata Hari -> Auge des Tages

Ikan = Fisch

Duyun = Meerjungfrau

Ikan Duyun = Seekuh

Cinta = Liebe

Fand die Katze alles nicht befriedigend



Brown Sugar Surfcamp, Medewi, Bali
04. Juni - 19. Juni

30-35°C Sunshine, Sunshine, Sunshine


Day One

Frühstück
Menschen beim Hochzeitsbilder machen zusehen
Im Strandbett liegen und dem Wasser zugucken
Opfergaben fotographieren

Nicht wissen, wie eine Ananas im unreifen Zustand aussieht
Kokosnuspalmen bewundern
Über grasende Kühe am Strand staunen
Überraschenderweise auf eine Hochzeit mitgenommen werden

Auf nem Scooter mitfahren -
Bali-Style, ohne Helm, in FlipFlops..(no pictures yet)



Leeuwarden, Niederlande
30. Mai - 03. Juni
20 - 25°C Sonnenschein und Regen


Dinge, die ich in Holland wieder gelernt habe

  • Friesland ist wunderschön
  • Es gibt Menschen, die mich durch ihre bloße Anwesenheit entspannen
  • Ich kann durchaus 3 Tage auf dem Sofa verbringen, ohne krank zu sein
  • Familie bedeutet nicht zwangsläufig Blutsverwandtschaft
  • Im Sommer im Garten leben zu können, ist unschlagbar

Liebe Regina und lieber Sven

 

ich hätte mir für meine Reise wirklich keinen schöneren Start vorstellen können, als bei euch.
Danke für die 3 Tage auf der Couch und im Garten!
Danke, dass ihr euch so herzlich um mich gekümmert habt.
Danke für den ganzen Kuchen!
Und das leckere Essen!

Wunderbar, das ihr euer Leben so um M. herum gestaltet.

Ich drücke euch fest und schicke Kusjes!!

Julchen (das darf auch nicht jede_r sagen)



Warnemünde
29. April bis 01. Mai
17° bis 19°C und Sonnenschein


Ich liebe das Meer.
Zu jeder Jahreszeit.
Wenn die Sonne warm auf meine Haut scheint und ich baden kann, ist es noch besser.

Warnemünde war zunächst nur ein zufälliges Ziel (damals), aber inzwischen mag ich es sehr.
Es birgt für mich nur wunderbare Erinnerungen:
Freunde und ausgelassen Spaß haben!

 

Und dazu ist es so Klische-Ostsee-Idyllisch, dass es gerade an der Grenze des Aushaltbaren ist - guckt euch die Möve an!


Dinge, die ich in Warnemünde gelernt habe:

  • Warnemünde ist im Sonnenschein noch viel schöner
  • Hotelsterne stehen und fallen für mich mit der Länge der Bettdecken.
    Die Yachthafenresidenz Hohe Düne hat bestanden

Spezialtipp

die besten Fischbrötchen gibt es bei
'Der Fischer un sin Fru'

Die einzig blaue Bude, auf der rechten Seite des Kanals. LECKER!!!




Zürich

22. - 24. April

25°C Grad und Sonnenschein am ersten Tag. Dann grauer Regen.

 


Städte werden lebendig durch die Dinge, Bilder, Pflanzen - eben Spuren der Menschen, die dort wohnen. Das ist es was mich anzieht, was mich interessiert.

Das Urban Garden Café Frau Gerold, die Streeatart.

Die Gegensätze, die fast zufällig durch die Stadtenwicklung entstehen.

Die lustigen Kleinigkeiten, die ein bisschen anderes sind als zu Hause: Hinweisschilder, Bilder..
Das festzuhalten ist vielleicht nicht sehr originell, mithin sind das die Bilder, die meine Erinnerung an Orte und ihre Atmosphäre lebending halten.

Dinge, die ich in Zürich gelernt habe:

  • Mövenpick ist ein Schweizer Unternehmen
  • Freitag ist ein Schweizer Unternehmen
  • Gentrifizierung passiert einfach überall
  • Brötchen nennt man hier Semmili
  • Zum Einschlafen brauche ich einfach nur Stimmen die reden - auf welcher Sprache ist dabei egal